Antiquitäten · Antikes Silber · Kunstgegenstände

Inhaber: Peter Rauch

Kaffee/Teekanne aus Stade, um 1760
(verkauft)

Eines meiner Lieblingsstücke (unverkäuflich)
Erfahren Sie mehr

Paar Kerzenleuchter aus Hameln, um 1760
(verkauft)

Große Siegelkapsel aus Silber für eine Magistratsurkunde der Stadt Freiburg im Breisgau, um 1825/30

Meister: Bernhard Reich

 

 

Prunkvolle Siegelkapsel des frühen Biedermeier in Silber gefertigt für eine städtische Magistratsurkunde.

Die Kapsel besteht aus zwei ineinandergesteckten Teilen. Sie hat Aussparungen für die Verschnürung, die hier aus Kordel und gedrehtem Silberdraht besteht. Die Sichtseite der Kapsel ist mit einem aufgelegten reliefiertem Prunkwappen der Stadt Freiburg verziert, das dem innenliegenden Wappen in Siegelwachs entspricht. Am Rand befinden sich Perlstabbordüren, mittig ziselierte Blattbänder. Innenliegend das Siegel in Siegelwachs mit dem Stadtwappen und der Umschrift „MAGISTRATUS FRIBURGENSIS“.

Höhe 1,5 cm, Durchmesser 10,5 cm, Gewicht brutto: 278 g.

Eine seltene historische Silberarbeit von sehr gepflegter Erhaltung. Die relativ große Siegelkapsel und die Materialwahl Silber, spricht für eine wertvolle und bedeutende Urkunde, die das Siegel getragen hat. Der Magistrat der Stadt Freiburg dient als Auftraggeber, ausgeführt wurde die Silberarbeit in Freiburg vom dort ansässigen Gold- und Silberschmied Bernhard Reich. Er ist in den Einwohnerverzeichnissen von 1823 bis 1860 als Gold- und Silberschmied verzeichnet.

Punzierung: Auf der Unterseite punziert. Lötigkeitszeichen 13 mit Krone für Freiburg im Breisgau um 1825/30, MZ REICH im Rechteck.

Preis: 1.650,– €

Marc Rosenberg erstellte bereits 1892 eine Liste über die Freiburger Goldschmiede mit allen bis zu dieser Zeit bekannten Goldschmiedemeistern und deren Punzen. Der Meister Bernhard Reich ist dort noch nicht verzeichnet. Allerdings lassen sich Freiburger Goldschmiedemeister kontinuierlich bereits seit dem 14. Jahrhundert nachweisen, wenn auch stets in kleiner Zahl. Von Ihren Erzeugnissen hat sich wenig erhalten. Es sind überwiegend kirchliche Aufträge aber auch Fassungen für die seltenen Freiburger Bergkristallarbeiten und in kleiner Zahl profane Stücke.

Siegelkapseln sind meist aus Holz oder Metall, seltener Edelmetall, gefertigte Schutzhüllen für Siegel. Hier liegt das Wachssiegel in einer Schutzhülle. Siegelkapseln gibt es seit römischer Zeit. Der Boden der Siegelkapsel kann gesteckt oder mittels Scharnier mit dem Deckel verbunden sein. Im Boden und / oder an den Seiten der Siegelkapsel befinden sich Löcher. Durch diese kann eine Schnur geführt werden, um die Siegelkapsel bspw. mit einer geschlossenen Wachstafel zu verschnüren oder innerhalb der Kapsel zu verknoten. Anschließend wird der Boden der Kapsel, in der sich der Knoten befindet, mit Siegelwachs befüllt, mit einem Siegelring abgestempelt und der Deckel der Kapsel verschlossen. Auf diese Weise ist das Siegel geschützt, fest mit einem Objekt verbunden und konnte jederzeit durch das Aufklappen bzw. öffnen der Siegelkapsel eingesehen werden.

Kontakt

Telefon: 06421-9713411     Handy: 0170-7302474     email: Peter-PeterRauch@t-online.de    Kontaktformular