Antiquitäten · Antikes Silber · Kunstgegenstände

Inhaber: Peter Rauch

Kaffee/Teekanne aus Stade, um 1760
(verkauft)

Eines meiner Lieblingsstücke (unverkäuflich)
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Paar Kerzenleuchter aus Hameln, um 1760
(verkauft)

Bedeutender Silberteller aus einem umfangreichen Speiseservice der Gubener Textilfabrikanten Lehmann

Berlin 1854-1860

Meister: Johann Georg Hossauer

Schwer gearbeiteter runder Teller mit mehrpassig geschweiftem Rand, der mit schräg verlaufenden Godronen verziert ist. Sichtseitig befindet sich auf der Fahne das Familienwappen der Lehmann, in einem Schild zwei Weberschiffchen, darüber ein Helmzier woraus ein nach links gerichteter halber Bär entwächst. Rückseitig eingeschlagene Inventarnummer „No 122“ und der alten Gewichtsangabe MK 14 4/16 Loth. Das entspricht 664 gr. Sowie die Namensgravur „Ernst C. Lehamnn Guben“

Der Durchmesser beträgt 26 cm.

Preis: 1.500,– €

Der Teller befindet sich in einem sehr guten Erhaltungszustand. Er ist nicht restauriert oder beschädigt. Auf der Oberfläche befinden sich leichte Gebrauchsspuren. Gefertigt wurde der Teller zwischen 1854 – 1860 in der Berliner Werkstätte Johann Georg Hossauer. Hossauer war Hoflieferant für das preußische Königshaus. Er fertigte das Tafelservice zur Hochzeit des Prinzen Carl von Preußen mit Prinzessin Marie von Sachsen-Weimar am 26.Mai 1827. Er gilt als der wichtigste preußische und sogar deutsche Vertreter seines Fachs im 19. Jahrhundert. In Hossauers Werk vollzog sich der Übergang vom Klassizismus zum Historismus sowie vom Handwerk zur Produktion von Silberwaren in Fabriken. Auch zahlreiche Großaufträge u.a. Prunk- und Schaustücke, die teils nach Entwürfen des Berliner Architekten Karl Friedrich Schinkel ausgeführt worden sind.

Die außergewöhnlichen Qualität des Tellers spricht für einen wohlhabenden Auftraggeber. Das bei der Ausführung des Service verwendete 14 lötige Silber entspricht einem Feingehalt von 875 er Silber. Die meisten Stücke, die die Werkstatt Hossauer verließen, wurden aus 13 lötigem Silber gefertigt (812 er Feingehalt) aber auch nur 12 lötig, entsprechend 750 er Silber. Die Entstehungszeit des Tellers fällt in die Zeit des Carl August Lehmann, der es bereits in den 1850 er Jahren zu beträchtigen Wohlstand brachte. Durch Erbfolge gelang das Service, oder Teile davon, an Ernst C. Lehmann, wo er seine Namensgravur und womöglich auch sein Wappen erhielt.

Lit.: Vom Tuchmachergewerbe zur Gubener Wolle, ohne Jahreszahl

Melitta Jonas, Gold und Silber für den König. Johann Georg Hossauer, Goldschmied seiner Majestät des Königs. Im Dekor vergleichbar sind zwei ein Anbietplatten für Prinz Carl von Preußen. Katalognummer 94b

Wolfgang Scheffler, Berliner Goldschmiede, Seite XXI, Nr. 15, 21, S. XXII Nr. 27a, S. 434 ff Nr. 1849.

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