Antiquitäten · Antikes Silber · Kunstgegenstände

Inhaber: Peter Rauch

Kaffee/Teekanne aus Stade, um 1760
(verkauft)

Eines meiner Lieblingsstücke (unverkäuflich)
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Paar Kerzenleuchter aus Hameln, um 1760
(verkauft)

Kurfürst Maximilian III. Joseph von Bayern – ovale Platte aus dem kurfürstlichen Tafelservice

Ovale Platte aus einem umfangreichen Tafelservice für Kurfürst Maximilian III Joseph von Bayern

Augsburg: 1765-1767 (wird 1755 Meister, gestorben 1768)

Meister: Adolf Carl Holm

Ovale Platte aus einem umfangreichen Tafelservice für Kurfürst Maximilian III Joseph von Bayern

Augsburg: 1765-1767 (wird 1755 Meister, gestorben 1768)

Meister: Adolf Carl Holm

Ovale, silber-getriebene Platte mit kurfürstlichem Wappen. Darüber das Monogramm MI CIB für Max Joseph Churfürst in Bayern

Inventarnummer 26, datiert 1767 (Nachlieferung von 1767 s. unten)

Länge: 37,7 cm, Breite: 26,7 cm. Gewicht: 949 gr.

Silber, getrieben. Ovale Form, mehrpassig geschweifter und Profilierten Rand. Auf der Fahne befindet sich das gravierte kurfürstlichen Wappen mit Inschrift „M. I. C. I. B.“ sowie Jahreszahl „1767“, gravierte Inventarnummer „26“.

Sehr schöner Erhaltungszustand aber deutliche Kratzspuren durch Gebrauch auf der Platte.

Lit.: Seling, Augsburger Goldschmiede Nr. 2290, 2300, 2434

Lit.: Die Silberkammer unter Kurfürst Maximilian III Joseph 1745-1777. In: Max Frankenburger. Die Silberkammer der Münchner Residenz, München 1923, Seite 20-23

Der Silberschmied Adolf Carl Holm lieferte 36 Teller für das Hildesheimer Tafelservice, arbeitete für den Fürstbischof von Bamberg Kannen und Becken, sowie eine Tischglocke (alle Teile Silberkammer der Münchner Residenz) 

Preis: 4.500,– €

Mit rund 4000 noch heute vorhandenen Stücken zählt die Silberkammer in der Residenz München zu den umfangreichsten noch erhaltenen fürstlichen Silbersammlungen Europas. Die zum überwiegenden Teil aus Speise- und Gebrauchssilber bestehende Sammlung legt eindrucksvolles Zeugnis der aristokratischen Tischkultur über mehrere Jahrhunderte ab. Das Tafelsilber war immer – ob im Rahmen festlicher Staatsbankette oder beim intimen Mahl – Teil der herrschaftlichen Repräsentation und symbolisierte den Status, die Exklusivität und – im wörtlichen Sinne – den Glanz der Dynastie. So berichten die reichen Bestände der Silberkammer nicht nur von den modischen Ansprüchen der Wittelsbacher, sondern auch von den politischen Begebenheiten der bayerischen Geschichte in der Frühen Neuzeit: Die glänzenden Silber- und Goldschmiedearbeiten erzählen von Festen, von kostbaren Geschenken und Erwerbungen, die in Friedenszeiten die Tafeln der Kurfürsten und Könige schmückten. Zugleich dokumentiert die heutige Zusammensetzung des Bestands aber auch vergangene Kriegs- und Krisenzeiten, in denen man die Silberschätze einschmolz, um die Staatskasse mit neu geprägten Silbergulden zu füllen. Von Statusdenken, dem Willen zur Pracht, aber auch vom Wechsel der modischen Stile und viel Kunstverstand zeugen wiederum die prächtig eingedeckten Silber- und Porzellantafeln, die den Besucher des Königsbaus in neu eingerichteten Räumen hinter dem Appartement Ludwigs I. erwarten. Zugleich dokumentieren diese Festtafeln die ausgefeilte Symbolik, die das komplexe fürstliche Speisezeremoniell bis ins 19. Jahrhundert auszeichnete, und die all dem materiellen und künstlerischen Aufwand, der im Bereich der höfischen Tafelkultur betrieben wurde, zugrunde liegt.

Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser und Seen, Pressemitteilung vom 29. Juni 2018

 

Nachlieferung

1767 erfolgte eine Nachlieferung durch den „Silber Jubilier“ Wilhelm Michael Raumer durch Abmachung vom 20.1.1767.

So auch unter Graf Lerchenfelds Verwaltung des Obersten Silberkammeramtes ergab sich während der Zeit von 1768-1772 ein Gesamtverlust von 10680 Gulden, welcher von entwendeten silbernen Schüsseln, Tellern, Hors d` oeuvres (Übersetzt Vorspeisen), wohl sind hier Vorspeisenteller gemeint, Löffeln, Messern und Gabeln herrührte.

Interessant zu lesen sind die Aufzeichnungen über nicht unerhebliche Verluste:

„Verluste durch Abgang waren nicht unerheblich. Durch das System der häufigen Ortswechsel in der Hofhaltung und durch eine mangelhafte Kontrolle begünstigt, ergaben sich fortgesetzt Fehlbeträge in den Beständen der Silberkammer.“Frankenburger Seite 21,22

In einem Bericht an den Kurfürsten Karl Albert vom 25.1.1773 beklagte Graf Lerchenfeld diese großen Mißstände nach welchem bei den fast täglich festzustellenden Abgang von Silbersachen aus der kurfürstlichen Silberkammer „man in zwei Jahren die Tafel nicht mehr mit dem benötigtem Silber bedienen kann“.

 

In der Literatur erwähnte Beispiele aus demselben Service:

Mehrere Teller, Augsburg um 1750, Meister: Adolf Carl Holm befinden sich in der Silberkammer der Münchner Residenz (Inv. Nr. Res MüSK610)

Neun Anbietplatten, Augsburg 1749-1751, Meister Gottfried Bartermann, Seling Abbildung Nr. 757

4 Suppenterrinen, Augsburg 1749-1751, Meister Philipp J. Drentwett, 7 Schöpflöffel, München um 1760, Meister: Franz Xaver Leismüller. Lit.: Max Frankenburger. Die Silberkammer der Münchner Residenz, München 1923, Abb. Nr. 42.

Ein großer runder Teller, Augsburg 1751, Meister Bernhard Weyhe. Dorotheum Wien, 31.5.2016, Lot Nr. 18

 

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