Antiquitäten · Antikes Silber · Kunstgegenstände

Inhaber: Peter Rauch

Kaffee/Teekanne aus Stade, um 1760
(verkauft)

Museale Helmkanne,

Augsburg, 1709-1712

Paar Kerzenleuchter aus Hameln, um 1760
(verkauft)

Die jährigen Messe im Münchner Postpalast wird vom 21.10.-29.10.2017 stattfinden. Meine Standnummer ist 06. Ich begrüße Sie gern.

Das Hauptaugenmerk liegt beim Silber, neben einigen keramischen Erzeugnissen sowie kunsthandwerklicher Arbeiten aus unterschiedlichen Materialien.

Silberarbeiten vom 18.- bis ins 20. Jahrhundert dienen dem Gebrauch auf der gepflegten Tafel. Sehr selten ist das aus dem niederbayerischen Passau um 1780 entstandenem Leuchterpaar des Meisters Felix Storr, eine kleine Kaffeekanne aus Freiburg im Breisgau und Trachtenschmuck in Form eines Gürtelhakens der Rokokozeit aus der Residenzstadt Ansbach.

Ein Paar bedeutende Terrinen aus Silber, gefertigt in Augsburg 1793-95 von Johann Jacob Grabe, für Karl I. Graf Zichy-Vásonykeö (1753 – 1826), dem aristokratischen Förderer Wolfgang Amadeus Mozarts, der u. a. am 20.3.1784 und in der Folgezeit in mehreren Privatakademien bei ihm spielte. Seine Frau Maria Antonia dürfte 1782 – zumindest kurzzeitig – Mozarts Schülerin gewesen sein.

Graf Zichy- Vásonykeö begann schon früh seine politische Karriere. Bereits im Alter von 22 Jahren wurde er illyrischer Hofkomissionsrat bei der Hofkammer in Wien. 1787 wurde er zum Präsidenten der ungarischen Hofkammer und ein Jahr später zum höchsten Vertreter der ungarischen Gerichtsbarkeit (iudex curiae) ernannt. 1808 wurde er Staatsminister, 1809 Kriegsminister, von 1813 bis zu seinem Tod 1826 schließlich Innenminister Ungarns.

Höhe: 24,5 cm, Gewicht: 3405 gr.

Grabe erhielt zahlreiche Aufträge des europäischen Hochadels. Unter anderem lieferte er ein umfangreiches Service für die Fürsten Thurn und Taxis. Vgl. sein nahezu identisches Terrinenpaar im Bayerischen Nationalmuseum, abgebildet bei Kommer, Zirbelnuss und Zarenadler, München 1997, Abb. 38. Vgl auch Seelig, Höfische Kunst und Kultur, Regensburg 1998, S. 112 ff.

Der Unikate Silberpokal ist als Deckelschale gearbeitet, und umlaufend mit Sportlermotiven verziert. Er ist aus 925 Sterling Silber nach einem Entwurf des Chefdesigners Rupert Walter Storr für Fa. Wilkens, Bremen gefertigt.
Eine Einzelanfertigung der 1960 er Jahre, für den Sieger, der in den 1963er Jahren gestarteten Werbekampagne der Silbermanufaktur Wilkens „Deutschlands allwissender Sportchampion“ .
Wilkens arrangierte Volkstümliche Schlagerstars sowie den Quizmaster Lou van Burg um in insgesamt 195 Veranstaltungen quer durch Deutschland in mehreren Ausscheidungsrunden den allwissenden Sportchampion zu küren. Dabei wurden 220 Besteckkassetten vergeben und dem Endrunden Sieger dieser Pokal überreicht.

Höhe: ca. 9 cm. Durchmesser: ca. 22 cm. Gewicht: 1.200 gr.

Lit.: Lena Fellmann, 200 Jahre Bremer Silberwaren. Bremer Jahrbuch Band 89(2010)
Der 1937 in Pforzheim als Sohn eines Silberschmieds geborene Walter Storr kam 1962 als Designer zu Wilkens. Er wuchs in Schwäbisch Gmünd auf, wo er die Ausbildung zum „Formgestalter“ und ein Studium bei Prof. Dittert durchlief, begann dann bei Wilkens und wurde dort einer der erfolgreichsten, anerkanntesten Entwerfer wurde für Tafelgerät (z.B. 1966 Tafelgerät FORM in Edelstahl 18/8) und Bestecke, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Unter dem Namen S.W. Ruppert wurden Entwürfe W. Storrs für die Bremer Silberwarenfabrik ebenfalls mehrfach ausgezeichnet.

Ein besonderes Sammlungsstück ist der 1713 in Dresden entstandene und gänzlich vergoldete Deckelbecher, deren Fuß, Kuppa und Deckel reich mit Bandelwerk verziert ist. Der Meister ist Bernhard Heinrich Zincke.

Ein reines Sammlungsstück und repräsentatives Zierstück ist der große, teilvergoldete Muschelpokal. Um 1650 wurde er in Nürnberg von Oswald Haussner geschaffen. Er stammt aus einer Privatsammlung und wurde schon 1985 in der Ausstellung „Wenzel Jamnitzer und die Nürnberger Goldschmiedekunst“ gezeigt und ist im gleichnamigen Katalog abgebildet.