Antiquitäten · Antikes Silber · Kunstgegenstände

Inhaber: Peter Rauch

Kaffee/Teekanne aus Stade, um 1760
(verkauft)

Eines meiner Lieblingsstücke (unverkäuflich)
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Paar Kerzenleuchter aus Hameln, um 1760
(verkauft)

hagen_becher_1Historisch bedeutender Silberbecher mit Widmung

Hagen, datiert 1806, ohne Marken

Der Becher hat eine leicht konische Form mit profiliertem Lippenrand und ist innen vergoldet. Die Wandung ist zeitgenössisch mit drei ovalen Medaillons graviert, die durch Blumengirlanden verbunden sind.

Höhe: 8,8 cm Gewicht 120 gr.

verkauft

Auf der Unterseite befindet sich eine Widmung die teils graviert teils aus Schlagpunzen besteht. Auf dem Geburtstag des Königs (83 ?? nicht sicher lesbar) Hagen den 3 August 1806. Die Bürgerschaft. FW für Friedrich Wilhelm III.

Der Becher wird nach dem Juni 1806 in Auftrag gegeben worden sein und ist zum Geburtstag des Preussenkönigs, am 3. August 1806 gestiftet worden. Der Anlass für die Fertigung und Gravur dieses Bechers war die erfolgreiche Eingabe des Elsey/Hagener Stadtpfarrers, Forscher und Politikers Johann Friedrich Möller im März und im Mai 1806 an dem preussischen König Friedrich Wilhlem III, der die Abspaltung der preussischen Grafschaft Mark an Frankreich zu verhindern wusste. Johann Friedrich Möller wurde 1750 in dem Dorf Elsey geboren, heute Ortsteil der westfälischen Stadt Hagen, damals selbstständiger Ort in der Grafschaft Limburg. Er besuchte 1766 das Gymnasium in Dortmund und studierte seit 1767 in Halle/Saale. Im Jahr 1774 wurde er gegen seinen Willen Nachfolger seines Vaters als Stiftsprediger in Elsey, von 1793 bis zu seinem Tode 1807 war er Pfarrer in Elsey. Für das Bürgertum in Hagen und in der Grafschaft Mark formulierte er mehrere wichtige Petitionen. So machte er beispielsweise 1795 auf die katastrophalen wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Revolutionskriege gegen Frankreich aufmerksam Als Anfang 1806 das Gerücht die Runde machte, die Grafschaft Mark sollte von Preußen an Frankreich abgetreten werden, verfasste Möller im Auftrag der Hagener Kreis- und Stadtdeputierten im März und Mai des Jahres zwei Eingaben an König Friedrich Wilhelm III. Die beiden Eingaben machten großen Eindruck, so dass der König im Juni 1806 den märkischen „Untertanen“ seine Treue versicherte und den Gerüchten eine Absage erteilte.